Scheiße ist auch Dünger

Alles ist vergänglich. Wir sterben in jeder Sekunde. Die Zeit die ich brauche um hier zu schreiben, könnte ich besser nutzen - tue ich aber nicht. Wir denken das unser Leben so unglaublich wichtig wäre. Müssen immer mehr wissen, immer mehr erforschen. Wenn wir 90 Jahre alt werden ist es etwas besonderes, ein minimaler Bruchteil im Gegensatz zu zB der Erde. Die Planeten, das ganze Universum. Man muss nicht Religiös sein um zu wissen dass es etwas größeres gibt, also unser Leben. Und trotzdem haben wir Angst uns tätowieren zu lassen oder sind unsicher Beziehungen einzugehen, weil wir mal verletzt worden. Ich würde sagen Scheiße ist auch Dünger. Natürlich wiederhohlen wir Fehler immer und immer wieder. Naive hoffnungsvolle Menschen. Hätte Pandora doch diese blöde Büchse einfach verschlossen gelassen. Der Geschichte nach ist Hoffnung etwas gutes. Sodass sich immer alles zum positiven wenden kann. Ich vertrete da eher Nietzsches Meinung - die Hoffnung ist die größte Qual des Menschen. Ich will damit nicht sagen, dass es nicht auch etwas positives auf der Erde geben kann. Kleine Momente. Doch sollten die Menschen aufhören ihr Leben so naiv als Geschenk zu betrachten. Ich nehme mich da nicht raus, habe auch schon wieder und wieder den gleichen Mist gebaut - wie andere es beschreiben würden. Unmöglich, die Welt so nüchtern und klar zu betrachten dass man sie versteht. Vielleicht sind die Menschen die dazu in der Lage waren, diejenigen die sich gegen das Leben entschieden haben. Vielleicht ist der Rest einfach nur naiv genug um die scheiße zu ertragen.

6.8.14 20:32, kommentieren

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Glück ist kein Zustand es ist ein Gefühl

Wir zerstören uns selbst, in dem wir leben. Wir trinken und rauchen, um uns den Alltag zu erleichter, ohne mit zu bekommen dass es dadurch nur noch schlimmer wird. Wir färben uns die Haare, kaufen Klamotten die jeder andere auch trägt. Versuchst du individuell zu sein landest du ohne Umwege in einer anderen Schublade. Bist du wirklich individuell wirst du als Freak oder Spasti abgestempelt. Wir zerstören die Welt in der wir leben, entwickeln immer neuere, bessere Technik, die uns irgendwann ersetzen wird. Entwickeln künstliche Intelligenz, um unser Abbild für die Zukunft zu bewahren. Gleichzeitig drehen wir Filme darüber, wie die von uns geschaffene Technik, die Oberhand gewinnt. Wir erschaffen dass vor dem wir uns fürchten und mit welcher Begründung? Es gibt keine. Wir leben den Alltag den tausend andere auch schon lebten. Wir machen Menschen wie Kim Kardashian berühmt, während Millionen Menschen sterben, um uns von unserer Schuld abzulenken. Glück ist kein Zustand es ist ein Gefühl. Es gibt kleine Momente von denen wir denken sie würden das Leben lebenswert machen. Als würden diese Momente all das Unglück in der Welt wettmachen. Wir erlauben uns, über die Menschen zu urteilen die genug haben von dieser ständigen aneinander Reihung von Glück und Unglück, von dem immer selben Ablauf. Doch vielleicht sind diese Menschen am mutigsten, weil sie versuchen aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Diejenigen, die meinen sie wären ein Leben lang glücklich, sind einfach zu Naiv um zu bemerken in was für einer Welt sie leben.

1 Kommentar 4.6.14 17:18, kommentieren